Șrimad Bhagavatam 10.14

Șrimad Bhagavatam 10.14

Eine Beschreibung Krișnas: Brahmaa sagte: Ich preise Dich
dessen Gesicht ausstrahlt,
dessen Eigenschaft die Schönheit ist
Derjenige dessen Körper die Farbe der dunkeln Wolke hat
Dessen Bekleidung die Farbe des Blitzes hat
Geschmückt mit kleinen Beeren um die Ohren, Pfauenfeder (in dem Haare) und Girlanden aus Waldblumen
mit Essen (in der Hand), mit einem Stock, ein Blasenhorn und eine Flöte
All der Ruhm deiner zärtlichen Füße, welche deine Gefährten beschützen 

śrī-brahmovāca
naumīḍya te 'bhra-vapuṣe taḍid-ambarāya
 guñjāvataṁsa-paripiccha-lasan-mukhāya
vanya-sraje kavala-vetra-viṣāṇa-veṇu-
 lakṣma-śriye mṛdu-pade paśupāṅgajāya 1

Sri Brahmaa sagte, Ich preise Dich - śrī-brahmā uvāca naumi īḍya te
Derjenige dessen Körper die Farbe der dunkeln Wolke hat - abhra; vapuṣe
Dessen Bekleidung die Farbe des Blitzes hat - ambarāya taḍit
Geschmückt mit kleinen Beeren um die Ohren - avataṁsa guñjā
Pfauenfeder (in dem Haare), Girlanden aus Waldblumen trägt - paripiccha vanya-sraje

Dessen Gesicht ausstrahlt, - mukhāya lasat
mit einem Stück Essen (in der Hand), - kavala
mit einem Stock, ein Blasenhorn und eine Flöte ausgestattet - vetra viṣāṇa veṇu
Dessen Eigenschaft die Schönheit ist - lakṣma śriye
All der Ruhm deiner zärtlichen Füße, - jāya pade mṛdu
welche deine Gefährten beschützen- paśupa aṅga. 

 asyāpi deva vapuṣo mad-anugrahasya 
svecchā-mayasya na tu bhūta-mayasya ko 'pi
neśe mahi tv avasituṁ manasāntareṇa
 sākṣāt tavaiva kim utātma-sukhānubhūteḥ 2

O Herr, obwohl du mir durch diesen Körper - deva api mat asya vapuṣaḥ
Aus dem Wunsch mich zu Behandeln - sva-icchā-mayasya
(Mir) deine Barmherzigkeit gezeigt hast -anugrahasya
Es war allerdings keine medizinische Behandlung - tu na bhūta-mayasya
Obwohl mein Geist nach innen gezogen war - api manasā antareṇa
oh, konnte ich deine Größe nicht verstehen - kaḥ na īśe avasitum tava mahi
Was zu sagen von der Glückseligkeit - tu kim uta sukha
Die man direkt in der Seele erfährt - anubhūteḥ eva sākṣāt; ātma

Jnana Șunya Bhakti - Jene Bhakti ohne Jnana (Transzendentales Wissen, welches von der Süße Krishna bedeckt wird)
Die spirituelle Bemühungen ohne Bhakti sind wie die Bemühungen derer die leere Hülsen schlagen - Bemühungen umsonst.

jñāne prayāsam udapāsya namanta eva
jīvanti san-mukharitāḿ bhavadīya-vārtām
sthāne sthitāḥ śruti-gatāḿ tanu-vāń-manobhir
ye prāyaśo 'jita jito 'py asi tais tri-lokyām  3

Diejenige die an den Bemühungen Transzendentales Wissen anzusammeln verzichten - udapāsya prayāsam jñāne
(das sie) sicherlich respektieren - eva namanta
Und leben von den Beschreibungen der reinen Geweihten - jīvanti -mukharitāḿ -sat
Die über Dich reden - vārtām bhavadīya
Situiert auf der Ebene der Verwirklichung der Şrutis - sthitāḥ sthāne gatāḿ śruti
Mit Körper, Sprache und Geist - tanu-vāń-manobhir
Und auf diese Weise sich bemühen, erobern Dich (durch ihre Liebe) - ye thais prāyaśo jito
Obwohl in den drei Welten Du unbezwingbar bist - apy tri-lokyām asi ajita

śreyaḥ-sṛtiṁ bhaktim udasya te vibho
 kliśyanti ye kevala-bodha-labdhaye
teṣām asau kleśala eva śiṣyate
 nānyad yathā sthūla-tuṣāvaghātinām 4

Allmächtiger, diejenige die auf den meist glückverheißenden Weg - vibho ye udasya śreyaḥ
 der spirituelle Hingabe verzichten, - bhaktim sṛtim
Aber um eine reine Intelligenz kämpfen - te kliśyanti labdhaye bodha kevala
Sind wie diejenige die leiden wenn unterwiesen werden - teṣām asau kleśalaḥ eva śiṣyate
Nichts anderes als leere Hülsen zu schlagen - na anyat avaghātinām yathā sthūla-tuṣa

Tika:
Ohne bhakti erreicht man Nichts, wie auch die Buddhistische Philosophie der Leere ansagt.

pureha bhūman bahavo 'pi yoginas
 tvad-arpitehā nija-karma-labdhayā
vibudhya bhaktyaiva kathopanītayā
 prapedire 'ñjo 'cyuta te gatiṁ parām 5

Vorher aber, opferten Dir viele Yogis - purā api tvat arpita bahavaḥ yoginaḥ
auf diese Erde ihre eigenen Tätigkeiten - īhāḥ iha bhūman nija-karma
Wodurch sie die Intelligenz der spirituellen Hingabe erreichten - labdhayā vibudhya bhaktyā eva
Und sie verehrten Dich durch Vorlesungen über Dich - kathā-upanītayā
Somit erreichten sie Dich, Unfehlbarer, und deinen höchsten Reich mit Leichtigkeit - prapedire te añjaḥ acyuta gatim parām

Nur ein reiner Geist kann die undifferenzierte Natur
die formlosen und unveränderlichen Dasein Krișnas verstehen

tathāpi bhūman mahimāguṇasya te
 viboddhum arhaty amalāntar-ātmabhiḥ
avikriyāt svānubhavād arūpato
 hy ananya-bodhyātmatayā na cānyathā 6

Und trotz allem, o Allmächtiger - tathā api bhūman
Deine Größe, die nicht in den Gunas (materielle Eigenschaften) gründet - mahimā te aguṇasya
Und das Erleben deiner undifferenzierten Natur - bodhya-ātmatayā ananya
Deiner formlosen und unveränderlichen Dasein - sva-anubhavāt arūpataḥ avikriyāt
Kann nur von demjenigen verstanden werden - arhati viboddhum
Welcher im Innern, in seinem Geist, rein ist - antaḥ-ātmabhiḥ amala
Und sicherlich von keinem anderen - ca hi na anyathā

guṇātmanas te 'pi guṇān vimātuṁ
 hitāvatīṛnasya ka īśire 'sya
kālena yair vā vimitāḥ su-kalpair
 bhū-pāṁśavaḥ khe mihikā dyu-bhāsaḥ 7

Die Eigenschaften Deiner Seele - guṇa-ātmanaḥ te
Sind undurchdringbaren Eigenschaften - api guṇān vimātum
Wer kann, wenn er durch die Zeit bedingt ist - ka īśire asya kālena
Deine Abstiege (in der materiellen Welt) zählen- yaiḥ vā vimitāḥ avatīrṇasya hita
Genauso wie sehr fähige Leute die Staubkörnchen auf der Erde, - su-kalpaiḥ bhū-pāṁśavaḥ
Oder die Schneeflocken oder die Gestirne (nicht zählen können) - mihikāḥ dyu-bhāsaḥ khe

Wer sich die Barmherzigkeit des Transzendentalen Herrn wünscht, 
akzeptiert das Leiden als Wirkungen eigener Tätigkeiten,
obwohl in Wirklichkeit sind sie Wirkungen der Spiele des Transzendentalen Herrn

Brahamaa preist Sri Krishna weiter
als Maha-Vișnu der sich in das Meer der Ursachen befindet
und in dessen Poren unzählige Universen sich befinden
,

tat te 'nukampāṁ su-samīkṣamāṇo
bhuñjāna evātma-kṛtaṁ vipākam 
hṛd-vāg-vapurbhir vidadhan namas te
jīveta yo mukti-pade sa dāya-bhāk  8

Somit diejenige die sich Deiner Barmherzigkeit wünschen - tat te su-samīkṣamāṇo anukampāṁ
Akzeptieren das Leiden als Wirkungen ihrer eigenen Tätigkeiten - bhuñjāna vipākam evātma-kṛtaṁ
Und leben indem sie dich mit Herzen, Worte und ihren Körper lobpreisen - jīveta vidadhan hṛd-vāg-vapurbhir namas te
Somit werden sie diejenige welchen du die Befreiung gewährst - yo sa dāya-bhāk mukti-pade

Tika:
Damit ist die Befreiung aus dem Zyklus der Wiedergeburt in der materiellen Welt gemeint.
Das Leiden zu akzeptieren, schließt die unzufriedene, rebellische Natur aus.

paśyeśa me 'nāryam ananta ādye
parātmani tvayy api māyi-māyini 
māyāṁ vitatyekṣitum ātma-vaibhavaṁ
hy ahaṁ kiyān aiccham ivārcir agnau  9

O Höchster Kontrollierende, siehe mein nicht arisches Benehmen: - īśa paśya me anāryam
Um deine intrinsischen Macht zu sehen - īkṣitum vaibhavam tvayi ātma
Habe ich meine eigene Kraft verbreitet - aham vitatya māyām
Wie eine Funke die sich mit dem Feuer vergleichen möchte - iva arciḥ aiccham kiyān agnau
(Feuer) welches der unbegrenzte, ursprüngliche Herr, die Überseele - api anante ādye para-ātmani
Und sicherlich der Meister der Illusion ist - hi māyi-māyiniataḥ 

kṣamasvācyuta me rajo-bhuvo
hy ajānatas tvat-pṛthag-īśa-māninaḥ 
ajāvalepāndha-tamo-'ndha-cakṣuṣa
eṣo 'nukampyo mayi nāthavān iti  10

Deswegen, o Unfehlbare Herr, bitte ich um Verzeihung - ataḥ acyuta kṣamasva me
Weil ich ein Ignorant in der Erscheinungsweisen der Leidenschaft bin - hi ajānataḥ rajaḥ-bhuvaḥ
Der denkt, er sei von keinem Wesen geboren und somit ein unabhängiger Kontrollierende wie Du - māninaḥ aja īśa pṛthak tvat
Meine Augen waren blind, bedeckt von der Dunkelheit der Ignoranz - cakṣuṣaḥ andha avalepa andha-tamaḥ
Deswegen sei barmherzig mit Mir oh Herr - iti anukampyaḥ eṣaḥ mayi nātha-vān

kvāhaṁ tamo-mahad-ahaṁ-kha-carāgni-vār-bhū-
saṁveṣṭitāṇḍa-ghaṭa-sapta-vitasti-kāyaḥ 
kvedṛg-vidhāvigaṇitāṇḍa-parāṇu-caryā-
vātādhva-roma-vivarasya ca te mahitvam 11

Was bin ich in der Dunkelheit des Universums? - kva aham tamaḥ mahat
Ich bin vom Behälter des Universums bedeckt - aham saṁveṣṭita ghaṭa aṇḍa
Mit sieben Bedeckungen - sapta-vitasti
Raum, Luft, Feuer, Wasser und Erde (dazu noch Geist und Intelligenz ) - aham saṁveṣṭita kha cara agni vāḥ bhū
Und siehe die Kraft deiner Größe: - kva mahitvam te
zwischen den Haren (deines Körpers), wie Staubpartikeln - vivarasya vāta-adhva kāyaḥ roma īdṛk vidhā para-aṇu
bewegen sich unzählige Universen (in das Meer der Ursachen) - caryā avigaṇita aṇḍa

Tika
Hier ist eine Andeutung an Krishna in Seiner Erweiterung als Maha-Vișnu der sich in das Meer der Ursachen befindet und in dessen Poren unzählige Universen sich befinden.

utkṣepaṇaṁ garbha-gatasya pādayoḥ
kiṁ kalpate mātur adhokṣajāgase 
kim asti-nāsti-vyapadeśa-bhūṣitaṁ
tavāsti kukṣeḥ kiyad apy anantaḥ  12

Was ist Deine Größe, Transzendentaler Herr? Ist eine Mutter verärgert - kiyat adhokṣaja āgase mātuḥ
Wenn sie von den Füssen desjenigen, der sich in ihrem Bauch befindet, gestoßen wird- utkṣepaṇam pādayoḥ garbha-gatasya
Und dann, was gibt es - api kim asti kalpate
nicht in deinem Bauch, den tu unendlich bist  - kim na asti kukṣeḥ tava asti anantaḥ
Und das ist eine Bezeichnung die dich verziert - vyapadeśa bhūṣitam

Die neue Schöpfung erfolgt nach jeder universellen Zerstörung am Ende jedes Tages Brahmaas;
Krișna ist erkannt von Brahmaa als Narayan, der Herr der spirituellen Welt - Vaikuntha.
Am Ende der drei Welten (die paradiesische Welt de Sura Götter, die paradiesische Welt der Asura Götter und die Welt der Menschen) befindet sich auf dem Wasser des Ozeans der Zerstörung der Transzendentalen Herrn Nārāyaṇa
Aus Seinem Nabel wächst der universelle Lotos
und aus dem Lotos erscheint Brahmā

jagat-trayāntodadhi-samplavode
 nārāyaṇasyodara-nābhi-nālāt
vinirgato 'jas tv iti vāṅ na vai mṛṣā
 kintv īśvara tvan na vinirgato 'smi
nārāyaṇas tvaṁ na hi sarva-dehinām
 ātmāsy adhīśākhila-loka-sākṣī
nārāyaṇo 'ṅgaṁ nara-bhū-jalāyanāt
 tac cāpi satyaṁ na tavaiva māyā 13-14

Am Ende des Universums der drei Welten - anta jagat-traya
Im Ozean der Zerstörung - udadhi samplava
Befindet sich auf dem Wasser der Transzendentale Herr Nārāyaṇ - ude nārāyaṇasya
Aus Seinem Nabel erscheint ein Lotos - nābhi udara vinirgataḥ nālāt
Und daraus kommt der Ungeborene (Brahmā) - tu ajaḥ
Somit wird das, was gesagt wird, nicht falsch - iti vāk na vai mṛṣā
Bin ich nicht (Brahmā) der aus Dir, Höchste Kontrollierende, erschienen bin? - kintu na vinirgataḥ asmi tvat īśvara

Bist du nicht Nārāyaṇa, sicherlich die Seele aller Lebewesen? - tvam na nārāyaṇaḥ hi ātmā sarva dehinām
Du bist der originale Kontrollierende und der Zeuge aller Welten - asi adhi īśa sākṣī akhila loka
Śrī Nārāyaṇa, die Erweiterung - nārāyaṇaḥ aṅgam
Dessen Form aus dem Wasser kommt- nara bhū ayanāt jala
Und dies ist wahrhaft, transzendental. - tat ca api satyam
Sie hat nichts mit der Illusorischen Energie zu tun - na tava eva māyātac cej 

jala-sthaṁ tava saj jagad-vapuḥ
kiṁ me na dṛṣṭaṁ bhagavaṁs tadaiva 
kiṁ vā su-dṛṣṭaṁ hṛdi me tadaiva
kiṁ no sapady eva punar vyadarśi  15

Transzendentale Herr, deiner transzendentalen Körper - bhagavan cet tat vapuḥ tava sat
war auf dem universellen Wasser situiert - stham jala jagat
Warum habe ich Dich nicht zu der Zeit gesehen - kim me na dṛṣṭam tadā eva
Oder warum habe ich Dich nicht zu der Zeit in meinem Herzen gesehen- vā kim su-dṛṣṭam hṛdi me tadā eva
Und jetzt wiederum, warum hatte ich nicht gleich eine Vision (bzgl. deiner Erweiterungen als Kinder und Kälber)? - eva punaḥ kim na u sapadi vyadarśiatraiva māyā-dhamanāvatāre
hy asya prapañcasya bahiḥ sphuṭasya 
kṛtsnasya cāntar jaṭhare jananyā
māyātvam eva prakaṭī-kṛtaṁ te  16

Sicherlich als Avatar schmelzt Du die Illusion - eva atra avatāre māyā-dhamana
Durch diese äußerlichen, sichtbaren Erweiterungen - hi asya prapañcasya bahiḥ sphuṭasya
Wahrhaft hast Du der Mutter (Yașoda) durch Deiner illusorischen Energie- eva te prakaṭī-kṛtam jananyāḥ māyā tvam
Das ganze Universum in deinem Bauch gezeigt (Als sie in Seinem Mund schaute, um zu sehen ob Er Erde gegessen hätte) - kṛtsnasya ca antaḥ jaṭhare

Wie könnten all diese ohne die illusionierende Energie manifestiert werden?
Krișna - der unbegrenzte Non-Duale Wahrheit - das Absolute
Krișna - nicht verschieden vom eigenen Selbst
Krishna - aus Ihm werden die leuchtenden Seelen, die Schöpfung, Brahmaa, die Universen und alle Maßnahmen manifestiert
Krișna - nimmt die Form desjenigen mit drei Augen (Șiva) um die Universelle Zerstörung zu bewirken
Krișna - obwohl ungeboren, nimmt Geburt

  • um denjenigen, die nach Spiritualität streben Seine Barmherzigkeit zu zeigen
  • um denjenigen, die keine spirituelle Interesse haben, den Stolz zu zerstören

yasya kukṣāv idaṁ sarvaṁ
sātmaṁ bhāti yathā tathā 
tat tvayy apīha tat sarvaṁ
kim idaṁ māyayā vinā 17

(Brahmaa sprach weiter)
So wie dieses ganze (Universum) und Du Selbst - yathā iha tat sarvam idam sa-ātmam
In Deinem Bauch manifestiert wurdest - bhāti yasya kukṣau tvayi
wie sonst (können) auch dies alle - api tathā kim sarvam tat
ohne diese illusorische Energie (manifestiert werden)? - vinā idam māyayā

adyaiva tvad ṛte 'sya kiṁ mama na te māyātvam ādarśitam
eko 'si prathamaṁ tato vraja-suhṛd-vatsāḥ samastā api 
tāvanto 'si catur-bhujās tad akhilaiḥ sākaṁ mayopāsitās
tāvanty eva jaganty abhūs tad amitaṁ brahmādvayaṁ śiṣyate 18

Sicherlich, hast Du mir nicht von Anfang an gezeigt - eva na kim mama ādarśitam adya ṛte
wie Deine illusorische Energie wirkt. - asya tvat māyātvam
Am Anfang (als die Kinder gestohlen wurden) warst Du allein - prathamam asi ekaḥ
Dann wurdest Du (selbst) die lieben (Kinder) und alle Kälber von Vraja - tataḥ vraja-suhṛt vatsāḥ samastāḥ
Und wurdest genauso viele (transzendentalen) Formen mit 4 Armen - api asi tāvantaḥ catuḥ-bhujāḥ
Die von allen Lebewesen, mich dazu, verehrt werden - tat upāsitāḥ akhilaiḥ sākam mayā
Und du bist auch genauso viele Universen (wie diese Forme) - eva abhūḥ tāvantijaganti
Denn Du bist der unbegrenzte Non-Duale Wahrheit - das Absolute, das Unterweisungen gibt - tat amitam advayam brahma śiṣyate

ajānatāṁ tvat-padavīm anātmany
ātmātmanā bhāsi vitatya māyām 
sṛṣṭāv ivāhaṁ jagato vidhāna
iva tvam eṣo 'nta iva trinetraḥ  19

Die Ignoranten wissen nicht, dass Du von Deiner Seele nicht verschieden bist, - ajānatām tvat-padavīm anātmani
Und aus Dir manifestieren sich alle leuchtende Seele, - ātmā vitatya bhāsi ātmanā
Die illusorische Schöpfung (der materiellen Welten) - sṛṣṭau māyām
Wie mich selbst, das Universum und (alle) Arrangierungen - iva aham jagataḥ vidhāne
Wie auch Du als der Zerstörer (in der Form) des Drei-Äugigen (Șiva) - iva tvam eṣaḥ ante iva

sureṣv ṛṣiṣv īśa tathaiva nṛṣv api
tiryakṣu yādaḥsv api te 'janasya 
janmāsatāṁ durmada-nigrahāya
prabho vidhātaḥ sad-anugrahāya ca  20

O Herr, um den Stolz derjenigen, welche nicht spirituell geneigt sind, zu zerstören - prabho nigrahāya durmada asatām
Und Deine Barmherzigkeit derjenigen, die spirituelle gerichtet sind, zu zeigen- anugrahāya sat
Manifestierst Du dich, oh Kontrollierende, und obwohl du ungeboren bist, nimmst du Geburt - te vidhātaḥ īśa api ajanasya
Zwischen den Sura-Götter, den Leuten mit transzendentaler Sicht - sureṣu ṛṣiṣu
Wie auch zwischen den Menschen, Tieren um Amphibien - tathā eva api nṛṣu tiryakṣu yādaḥsu janma

Krișna - der Transzendentale Herr, das Aggregat alle Lebewesen
Die Überseele, der Yoga-Kontrollierende
Seine unbegrenzten Spiele werden durch Yoga manifestiert
Die einmalige und urerste Seele
der wahre Genießer
Der Selbst-Leuchtender
der Unbegrenzte, Anfangslose, Ewige, Unverderbliche
dessen Glückseligkeit nicht gestoppt werden kann,
der Reine (durch die Illusion nicht berührbar)
der Vollständig, ohne einen zweiten,
frei von jeglichen materiellen Bezeichnungen
und Nektar-gleich

ko vetti bhūman bhagavan parātman
yogeśvarotīr bhavatas tri-lokyām 
kva vā kathaṁ vā kati vā kadeti
vistārayan krīḍasi yoga-māyām 21

(Brahmaa sagt)
Transzendentale Herr, Aggregat alle Lebewesen, - bhagavan bhūman
Überseele und Yoga-Kontrollierende- para-ātman yoga-īśvara
Wer oder wie oder wann in den der (materiellen) weißt- kaḥ vetti kva tri-lokyām vā katham vā kadā
In wie viele Spiele du gleichzeitig tätig bist - vā kati ūtīḥ krīḍasi bhavataḥ
Die durch die Yoga-Kraft manifestiert werden - vistārayan iti yoga

tasmād idaṁ jagad aśeṣam asat-svarūpaṁ
svapnābham asta-dhiṣaṇaṁ puru-duḥkha-duḥkham 
tvayy eva nitya-sukha-bodha-tanāv anante
māyāta udyad api yat sad ivāvabhāti  22

Somit ist die Form dieses ganzen Universums illusorisch - tasmāt svarūpam idam aśeṣam jagat asat
Wie ein Traum voll von alle möglichen Leiden - svapna-ābham puru-duḥkha-duḥkham
Welche die Unterscheidungsvermögen zerstören - yat asta-dhiṣaṇam
Aber scheint wirklich zu sein - api avabhāti iva sat
Weil durch deiner illusorischen Macht manifestiert wird - udyat māyātaḥ tvayi
Welcher selbstverständlich die Schöpfung (Deiner) unbegrenzten Intelligenz und Glückseligkeit ist - eva tanau bodha nitya anante sukhaekas 

tvam ātmā puruṣaḥ purāṇaḥ
satyaḥ svayaṁ-jyotir ananta ādyaḥ 
nityo 'kṣaro 'jasra-sukho nirañjanaḥ
pūrṇādvayo mukta upādhito 'mṛtaḥ  23

Du bist jene einmalige und urerste Seele - tvam ekaḥ purāṇaḥ ātmā
Der wahre Genießer, Selbst-Leuchtend - satyaḥ puruṣaḥ svayam-jyotiḥ
Unbegrenzt anfangslos, ewig, unverderblich - anantaḥ ādyaḥ nityaḥ akṣaraḥ
dessen Glückseligkeit nicht gestoppt werden kann, rein (durch die Illusion nicht berührbar) - ajasra-sukhaḥ nirañjanaḥ
vollständig, ohne einen zweiten, frei von jeglichen materiellen Bezeichnungen - pūrṇa advayaḥ muktaḥ upādhitaḥ
und nektargleich - amṛtaḥ

Die Kraft des Transzendentalen Wissens zerstört den materiellen Genuss und Leid, welche nur aufgrund von Illusion entstehen
Die Bindung an der materiellen Welt und die Befreiung gründen in Unwissenheit; man ist immer eine Puppe in der Händen des Transzendentalen Herrn
Das ist eine Wahrheit für jemand welcher Transzendentales Wissen hat
und eine reine Seele, deren Bewusstsein keine Begrenzungen kennt.

Jemand der die Wahrheit kennt, lehnt den Transzendentalen Herrn nach innen zu suchen ab
Die Überseele die sich im Körper befindet, ist eine Erweiterung Sri Vishnus, welcher in der spirituellen Welt nicht gibt
Jemand, welcher Transzendentales Wissen hat, sucht nach einer Liebesbeziehung mit Șri Krișna;
Die Liebesbeziehung ist die Wirklichkeit der spirituellen Welt
Und das Objekt der spirituellen Liebe ist Krișna.

evaṁ-vidhaṁ tvāṁ sakalātmanām api
svātmānam ātmātmatayā vicakṣate 
gurv-arka-labdhopaniṣat-sucakṣuṣā
ye te tarantīva bhavānṛtāmbudhim  24

(Brahmaa spricht weiter)
Diejenige, welche verwirklicht haben, dass Du die Seele aller Seelen bist - evam-vidham tvām sva-ātmānam sakala ātmanām
Und betrachten Dich als die Essenz der Seelen, - vicakṣate api ātma-ātmatayā
der vertrauliche spirituelle Meister, wie die Sonne - guru upaniṣat arka
erreichen die perfekte Sicht und überqueren mit Leichtigkeit - labdha su-cakṣuṣā ye te taranti
den Ozean des illusorischen Daseins -  iva ambudhim bhava anṛta

ātmānam evātmatayāvijānatāṁ
tenaiva jātaṁ nikhilaṁ prapañcitam 
jñānena bhūyo 'pi ca tat pralīyate
rajjvām aher bhoga-bhavābhavau yathā  25

Für diejenige die nicht wissen, dass Du die Essenz der Seelen bist - avijānatām eva ātmatayā ātmānam
Wodurch sicherlich das ganze materielle Dasein generiert wird - tena jātam eva nikhilam prapañcitam
Ist das Transzendentale Wissen, das was den materiellen Genuss zerstört - jñānena pralīyate bhoga
Welche erscheint und verschwindet - tat bhūyaḥ api bhava-abhavau
(wie eine Illusion) wie ein Seil, worüber man denkt es sei eine Schlange - yathā rajjvām aheḥ

Tika:
In Wirklichkeit nur durch die Barmherzigkeit des Transzendentalen Herrn,
bekommt man die Gemeinschaft wodurch man Transzendentales Wissen erreicht.

ajñāna-saṁjñau bhava-bandha-mokṣau
dvau nāma nānyau sta ṛta-jña-bhāvāt 
ajasra-city ātmani kevale pare
vicāryamāṇe taraṇāv ivāhanī  26

Die Vorstellung der Bindung und Befreiung - saṁjñau bhava-bandha mokṣau
Gründen in Unwissenheit (Illusion) - ajñāna
Diese zwei Namen sind nicht verschieden - dvau nāma na anyau
So wie die Sonne vom Tag nicht getrennt werden kann - iva taraṇau māṇe vicārya ahanī
Dies ist eine Wahrheit für diejenigen, welche transzendentales Wissen hat - staḥ ṛta pare jña-bhāvāt
Die reine Seele, dessen Bewusstsein unbegrenzt ist - ātmani kevale citi ajasra

Tika:
Man sollte sich nicht  mit der Befreiung beschäftigen, denn somit
ist seine Bewusstsein (Anhaftung) durch diese Beziehung zu der materiellen Welt verunreinigt.
Man sollte sich mit dem Aufbau einer Liebesbeziehung zu dem Transzendentalen Herrn beschäftigen. Die spirituelle Liebe ist die Essenz der inneren Energie Krishnas,
bekannt auch als ananda oder hladini, die Energie der spirituellen Ekstase.
Als diese Energie, in fünf Arten von verschiedene Gottgeweihten manifestiert,
erscheint sie in fünf Arten von vorherrschende spirituelle Gefühle der Liebe,
bekannt als Spirituelle Liebe beherrscht von folgenden Gefühle:
- Spirituelle Frieden - shanta rasa
- Spirituelle Dienerschaft - dasya rasa
- Spirituelle Freundschaft - sakya rasa
- Spirituelle Elternschaft oder Schutz - vatsalya rasa
- Spirituelle Eheliche / Außereheliche Liebe- madhurya rasa

tvām ātmānaṁ paraṁ matvā
param ātmānam eva ca 
ātmā punar bahir mṛgya
aho 'jña-janatājñatā  27
antar-bhave 'nanta bhavantam eva
hy atat tyajanto mṛgayanti santaḥ 
asantam apy anty ahim antareṇa
santaṁ guṇaṁ taṁ kim u yanti santaḥ  28

Die Ignoranten denken, Deine Seele ist Höchster - ajña janatā matvā tvām ātmānam param
Und sie ist auch die Überseele - param ātmānam eva ca
Und wiederum suchen sie die Seele nach außen - punaḥ ajñatā mṛgyaḥ ātmā bahiḥ
Unbegrenzter Transzendentale Herr, derjenige welcher die Wahrheit kennt - ananta bhavantam santaḥ
Lehnt ab, Dich nach innen zu suchen - tyajantaḥ mṛgayanti antaḥ-bhave

Wie ist es möglich, dass derjenige, welcher die Wahrheit kennt und erleuchtet ist - eva hi kim u tam santaḥ atat
Zu denken, die Unwahrheit, dass ein Seil eine Schlange ist, - yanti asantam guṇam api ahim
Wäre eine Wahrheit, wenn allerdings ein Unterschied gibt - santam anti antareṇa

Tika:
Sri Krishna kann man weder nach außen in der materiellen Welt finden, noch als Überseele,
weil mit der Überseele keine Liebesbeziehung bauen kann.

athāpi te deva padāmbuja-dvaya-
prasāda-leśānugṛhīta eva hi 
jānāti tattvaṁ bhagavan-mahimno
na cānya eko 'pi ciraṁ vicinvan  29

Deswegen nur derjenige, welcher sogar nur von einem Partikel - atha api anugṛhītaḥ eva leśa prasāda
Der Barmherzigkeit Deiner Lotos-füße, o Herr, begünstigt wird - pada-ambuja-dvaya te deva
Wird die Wahrheit über Deiner Größe, o Transzendentale Herr, kennen - hi jānāti tattvam mahimnaḥ bhagavat
Und auf keinen Fall nicht diejenige die sogar sehr viel Zeit darüber spekulieren - na ca anyaḥ vicinvan ekaḥ api ciram

Wenn man Gemeinschaft mit den Geweihten des Transzendentalen Herrn pflegt,
wird man dazu kommen, Seine Lotosfüße zu verehren; 
wodurch man die höchste Glückseligkeit erreichen wird

Was für ein Glück haben die schöne Mädchen und Kühe von Vraja
Das ist das höchste Glück: hier in Gokulas Wald geboren zu sein,
Und im Staub der Füße dieser Personen, für die der Transzendentale Herr alles ist, zu baden

tad astu me nātha sa bhūri-bhāgo
bhave 'tra vānyatra tu vā tiraścām 
yenāham eko 'pi bhavaj-janānāṁ
bhūtvā niṣeve tava pāda-pallavam  30

(Brahmaa preist weiter Sri Krișna)
Deswegen, mein Herr sei es, - tat me nātha astu
Dass in diesem Dasein oder in irgendein anderem - saḥ bhave atra vā anyatra
Sogar als Tier - tu vā api tiraścām
Unter den Geweihten des Transzendentalen Herrn zu sein - aham janānām bhavat
Um ausschließlich Deine Lotosfüße zu verehren - niṣeve ekaḥ tava pāda-pallavam
Wodurch man die höchste Glückseligkeit erreicht - yena bhūtvā bhūri-bhāgaḥ

aho 'ti-dhanyā vraja-go-ramaṇyaḥ
stanyāmṛtaṁ pītam atīva te mudā 
yāsāṁ vibho vatsatarātmajātmanā
yat-tṛptaye 'dyāpi na cālam adhvarāḥ  31

O, Allmächtige, was für ein Glück die jungen, schönen Mädchen - aho vibho ati dhanyāḥ ramaṇyaḥ
Und die Kühe aus Vraja haben, von deren Titten - go vraja yāsām stanya
Du zu Deiner und ihrer vollsten Zufriedenheit Nektar getrunken hast - atīva te mudā yat tṛptaye pītam amṛtam
Indem du aktuell die Formen der Kälber und der Kinder angenommen hast - adya api vatsa tara-ātmaja
Die rituelle Opferungen seiend unwichtig für (Dich) - adhvarāḥ na ca alam

aho bhāgyam aho bhāgyaṁ
nanda-gopa-vrajaukasām 
yan-mitraṁ paramānandaṁ
pūrṇaṁ brahma sanātanam  32

O, wie außergewöhnlich glücklich ist Nanda (dein Vater)- aho bhāgyam aho bhāgyam nanda
Die Kuhhirten, die in Vraja ansässig sind, - gopa vraja-okasām
Deren Freund Du, der ewige, komplette, bist - yat mitram sanātanam pūrṇam
Die Absolute Wahrheit, die Höchsten Ekstase - brahma parama-ānandam

eṣāṁ tu bhāgya-mahimācyuta tāvad āstām
ekādaśaiva hi vayaṁ bata bhūri-bhāgāḥ 
etad-dhṛṣīka-caṣakair asakṛt pibāmaḥ
śarvādayo 'ṅghry-udaja-madhv-amṛtāsavaṁ te  33

O Unzerstörbare, obwohl diese Persönlichkeiten von Glück äußerst begünstigt sind - acyuta tu eṣām mahimā bhāgya
Sind wir, die 11 über die Sinnen (herrschende Gottheiten) - tāvat vayam ekādaśa hṛṣīka
oh, sicherlich auch von Glück begünstigt - bata āstām eva hi bhūri-bhāgāḥ
Diese (Sinnen) sind Becher womit wir wiederholt - etat caṣakaiḥ asakṛt
Den Honig Deiner Lotosfüßen, - madhu aṅghri te udaja
von Șiva gesammelter und destillierter Nektar, trinken - śarva-ādayaḥ amṛta-āsavam pibāmaḥ

tad bhūri-bhāgyam iha janma kim apy aṭavyāṁ
yad gokule 'pi katamāṅghri-rajo-'bhiṣekam 
yaj-jīvitaṁ tu nikhilaṁ bhagavān mukundas
tv adyāpi yat-pada-rajaḥ śruti-mṛgyam eva  34

Das ist das höchste Glück: hier geboren zu sein - tat bhūri-bhāgyam janma iha
In Gokulas Wald, was sonst, kein anderes (Glück) - aṭavyām gokule kim api yat api katama
Dadurch badet man in dem Staub der Lotosfüßen dieser Persönlichkeiten- abhiṣekam rajaḥ aṅghri yat jīvitam
Für denen der Transzendentale Herr alles ist. - bhagavān nikhilam
Aber deren Fuß-staub,  welcher die Befreiung gewährt - tu pāda-rajaḥ yat mukundaḥ
Ist sicherlich immer noch von den Shrutis gesucht (in Gegenteil zu den Puranas) - eva tu adya api mṛgyam śruti

Nichts ist höher als die Gemeinschaft mit Krișna in einer transzendentalen Liebesbeziehung.
Die Anziehung an weltliche Angelegenheiten ist der Ausdruck fehlender Hingabe für den Transzendentalen Herrn (bhagavan)

eṣāṁ ghoṣa-nivāsinām uta bhavān kiṁ deva rāteti naś
 ceto viśva-phalāt phalaṁ tvad-aparaṁ kutrāpy ayan muhyati
sad-veṣād iva pūtanāpi sa-kulā tvām eva devāpitā
 yad-dhāmārtha-suhṛt-priyātma-tanaya-prāṇāśayās tvat-kṛte 35

Brahmaa sprach weiter
Wie angezogen von deiner Herrlichkeit, O Gottheit - kim rātā bhavān uta deva
fühlen sich diese Bewohner gekleidet wie Kuhhirten - eṣām ghoṣa-nivāsinām
Diejenige, deren Heime, Reichtum, teuere Geliebten, Seele - yat dhāma artha suhṛt priya ātma
Kinder, Lebensluft und Genuss Dir hingegeben sind - tanaya prāṇa āśayāḥ tvat-kṛte

Von allen Früchten (unserer Tätigkeiten, die wir genießen möchten) - viśva-phalāt
Nirgends gibt es ein Frucht, welcher Dir überlegen ist - kutra api ayat phalam aparam tvat 

Somit ist der Geist verwirrt. - iti cetaḥ naḥ muhyati
Als Putana verkleidet wie eine Person der Wahrheit - iva pūtanā sat-veṣāt
Wie ihre Familie (Bakāsur und Aghāsur) - api sa-kulā
Dich (in der spirituellen Welt) erreichten, O Gottheit - āpitā tvām eva deva

tāvad rāgādayaḥ stenās
 tāvat kārā-gṛhaṁ gṛham
tāvan moho 'ṅghri-nigaḍo
 yāvat kṛṣṇa na te janāḥ 36

O Krișna, solange die Leute, dir nicht hingeben sind - kṛṣṇa tāvat janāḥ na te
Sind ihre materielle Anhaftungen wie die Diebe, all diese Zeit! - rāga-ādayaḥ stenāḥ tāvat
Ihre Häuser sind wie Kerker all diese Zeit!- kārā-gṛhaṁ gṛham tāvat
Und die Illusion in dem sie sich befinden ist ihren Fuß-Schellen - yāvat moha aṅghri nigaḍaḥ

Tika:
Die Materielle Anhaftungen sind wie Diebe, weil sie den Geist stehlen
und statt an Krishna zu denken, denkt man an allen möglichen materiellen Angelegenheiten.

Krishna ist nicht materiell
Er verbreitet auf der Erde eine Vielfalt ekstatischen Erfahrungen
Sein Wunder kann nicht mit dem Geist, dem Körper oder mit den Worten erfasst werden
Krișna weißt und sieht alles

prapañcaṁ niṣprapañco 'pi
 viḍambayasi bhū-tale
prapanna-janatānanda-
 sandohaṁ prathituṁ prabho 37

Brahmaa lobt Krișna weiter
O Herr, Du bist immateriell - prabho api niṣprapañcaḥ
Auf der Erde imitierst Du die Materialität - viḍambayasi bhū-tale prapañcam
um denen, die Deiner Zuflucht gesucht haben - janatā prapanna
Eine Vielfalt ekstatische Erfahrungen zu schenken - sandoham ānanda prathitum

jānanta eva jānantu
 kiṁ bahūktyā na me prabho
manaso vapuṣo vāco
 vaibhavaṁ tava go-caraḥ 38

Diejenige, welche transzendentales Wissen haben, wissen auch: - jānantaḥ eva jānantu
Was für einen Sinn die viele Worte haben - kim bahu-uktyā
O Herr, dein Wunder - prabho tava vaibhavam
Ist außerhalb der Grenzen meines Geistes, meines Körpers und meiner Worten - na go-caraḥ manasaḥ vapuṣaḥ vācaḥ me

anujānīhi māṁ kṛṣṇa
 sarvaṁ tvaṁ vetsi sarva-dṛk
tvam eva jagatāṁ nātho
 jagad etat tavārpitam 39

Krișna, ich folge Dir wir einer Mutter - kṛṣṇa mām anujānīhi
Denn Du bist alles und Du bist all sehend - tvam vetsi sarvam sarva-dṛk
Du bist der einzige Herr des Universums- tvam eva jagatām nāthaḥ jagat
Welches Dir geopfert ist - etat tava arpitam

śrī-kṛṣṇa vṛṣṇi-kula-puṣkara-joṣa-dāyin
 kṣmā-nirjara-dvija-paśūdadhi-vṛddhi-kārin
uddharma-śārvara-hara kṣiti-rākṣasa-dhrug
 ā-kalpam ārkam arhan bhagavan namas te 40

Șri Krișna, du stellst diejenige, wie Lotos, aus der Vrișni Familie, zufrieden -kṛṣṇa dāyin joṣa vṛṣṇi-kula puṣkara
Du lässt die Erde, diejenige die kein Alter kennen (die Götter) - vṛddhi kṣmā
Die zweimal geborenen (Brahmanen), die Tiere und die Ozeane florieren - dvija paśu udadhi nirjara
Du bist der Grund der Zerstörung der Lehren die die Vorgeschriebene Pflicht nicht folgen - kārin hara uddharma
Du bist die Gottheit der Zerstörung der Menschenfresser und der Gegner. - śārvara kṣiti rākṣasa dhruk
Verehrenswerte Gottheit, Transzendentale Herr, ich beuge mich vor Dir - arhan bhagavan namaḥ te
Bis am Ende eines Tages (Brahmaas) (wenn die Teilzerstörung des Universums stattfindet) - ā-kalpam
Wenn keine Sonne mehr gibt - ā-arkam

Und immer wieder wird die Seele (sich selbst) vergessen

 śrī-śuka uvāca
ity abhiṣṭūya bhūmānaṁ
 triḥ parikramya pādayoḥ
natvābhīṣṭaṁ jagad-dhātā
 sva-dhāma pratyapadyata 41

Śrī Śukadeva sagte, "Somit brachte (Brahmaa) dem Allmächtigen seine Ehrerbietung dar- śrī-śukaḥ uvāca iti abhiṣṭūya bhūmānam
Drehte sich um den Schöpfer des Universums drei Mal, verneigte sich zu seinen Füßen - triḥ parikramya natvā pādayoḥ dhātā jagat
Und wünschte sich in den eigenen Reich zurückkehren - abhīṣṭam pratyapadyata sva-dhāma

tato 'nujñāpya bhagavān
 sva-bhuvaṁ prāg avasthitān
vatsān pulinam āninye
 yathā-pūrva-sakhaṁ svakam 42

Der Transzendentale Herr gab seinem eigenen Sohn (Brahmaa, das erste bedingte Lebewesen im Universum) die Erlaubnis (zu gehen) - bhagavān sva-bhuvam anujñāpya
Danach, wie vorher, saßen die Kälber und Seine Freunde - tataḥ prāk avasthitān vatsān sakham svakam
Am Ufer, ohne sich zu bewegen, wie vorher - pulinam yathā-pūrva āninye

ekasminn api yāte 'bde
 prāṇeśaṁ cāntarātmanaḥ
kṛṣṇa-māyāhatā rājan
 kṣaṇārdhaṁ menire 'rbhakāḥ 43

Obwohl ein Jahr ohne den Herrn ihres Lebens verging - api yāte ekasmin abde antarā prāṇa-īśam
O König, dachten die Jungen, es sei nur ein Augenblick vergangen - rājan arbhakāḥ menire kṣaṇa-ardham
Denn ihre Seelen waren von der illusorischen Energie Krișnas bedeckt - ca ātmanaḥ āhatāḥ māyā kṛṣṇa

kiṁ kiṁ na vismarantīha
 māyā-mohita-cetasaḥ
yan-mohitaṁ jagat sarvam
 abhīkṣṇaṁ vismṛtātmakam 44

Was ist es nicht in dieser Welt - kim kim na iha
Aufgrund der Verwirrung, die die Illusorische Energie schafft, vergessen - māyā-mohita cetasaḥ vismaranti
Wodurch das ganze Universum durcheinander gebracht wir - yat mohitam sarvam jagat
Und immer wieder die Seele (sich selbst) vergessen wird - abhīkṣṇam ātmakam vismṛta

Tika:
Was bedeutet die Seele wird vergessen?
Es bedeutet, dass man mit der Rolle die man in diesem Leben bekommen hat, sich identifiziert.
Man ist nicht die Rolle, sondern die Seele.
Um Zugang zu der Seele zu haben, sollte man
• sich den Spirituellen nähern und
• von der Rolle die man in dieser Welt bekommen hat, sich zu entfernen

Seine Freunde dachten, dass Krișna gerade nach der Suche der Kühe zurückgekehrt war
Und als die Kuhhirtenmädchen Ihn auf die Wiese sahen,
Wurde Er ein Fest für ihre Augen

ūcuś ca suhṛdaḥ kṛṣṇaṁ
 sv-āgataṁ te 'ti-raṁhasā
naiko 'py abhoji kavala
 ehītaḥ sādhu bhujyatām 45

Und die Freunde sagten zu Krișna: Du bist zurück - ca suhṛdaḥ ūcuḥ kṛṣṇam te su-āgatam
Und so schnell, dass keine von uns essen konnte - ati-raṁhasā na ekaḥ abhoji
Nicht mal ein Biss - api kavalaḥ
Komm mal her, um richtig zu essen - ehi itaḥ bhujyatām sādhu

tato hasan hṛṣīkeśo
 'bhyavahṛtya sahārbhakaiḥ
darśayaṁś carmājagaraṁ
 nyavartata vanād vrajam 46

Dann lächelnd, aß der Kontrollierende der Sinnen - tataḥ hasan hṛṣīkeśaḥ abhyavahṛtya
Zusammen mit den Kindern, zeigte dann ihnen die Haut des Pythons (Agha-asur) - saha arbhakaiḥ darśayan carma ājagaram
Und kamen aus dem Wald zurück in Vraja - nyavartata vanāt vrajambarha

prasūna-vana-dhātu-vicitritāṅgaḥ
 proddāma-veṇu-dala-śṛṅga-ravotsavāḍhyaḥ
vatsān gṛṇann anuga-gīta-pavitra-kīrtir
 gopī-dṛg-utsava-dṛśiḥ praviveśa goṣṭham 47

Sein außergewöhnlicher Körper war verziert mit Pfauenfeder - aṅgaḥ proddāma vicitrita barha
Mit Blumen und Waldelementen - prasūnavana-dhātu
Eine Bambusflöte und ein Büffelhorn - veṇu-dala śṛṅga
mit denen Er spielte und die Kälber rief. - rava āḍhyaḥ gṛṇan vatsān
Die Nachfolger (die Kinder) sangen - anuga gīta
wie in einem Fest sein reinigenden Ruhm-utsava kīrtiḥ pavitra
Und als die Kuhhirtenmädchen Ihn auf die Wiese sahen, - gopī dṛśiḥ praviveśa goṣṭham
Wurde Er ein Fest für ihre Augen - utsava dṛk 

adyānena mahā-vyālo
 yaśodā-nanda-sūnunā  
hato 'vitā vayaṁ cāsmād
 iti bālā vraje jaguḥ 48

Heute wurden wir von dem Sohn Nandas und Yașodas geretet - adya vayam avitāḥ sūnunā nanda ca yaśodā
Welcher eine riesige Schlange getötet hat - anena hataḥ mahā-vyālaḥ
So sprachen die Kinder aus Vraja über Ihn - iti jaguḥ bālāḥ vraje asmāt

Tika:
Das Töten von Agha-asur fand allerdings ein Jahr früher statt.

Krișna sufletul tuturor sufletelor
Diese Zuneigung der Verkörperten gehört der eigenen Seele
Und so für diejenige die Verkünden, die Seele sei der Körper, ist der Körper der Liebste

śrī-rājovāca
brahman parodbhave kṛṣṇe
 iyān premā kathaṁ bhavet
yo 'bhūta-pūrvas tokeṣu
 svodbhaveṣv api kathyatām 49

Der König sagte: O Brahmana (Șuka) - śrī-rājā uvāca brahman
Erkläre bitte, wie war es möglich (für die Bewohner von Vrindavan) - kathyatām katham bhavet
Eine Liebe für Krishna zu haben, welcher der Sohn eines anderen war,- api premā kṛṣṇe ca yaḥpara-udbhave
Die viel größer als die Liebe für die eigenen Kinder vorher war - iyān abhūta-pūrvaḥ sva-udbhaveṣu tokeṣu

śrī-śuka uvāca
sarveṣām api bhūtānāṁ
 nṛpa svātmaiva vallabhaḥ
itare 'patya-vittādyās
 tad-vallabhatayaiva hi 50

Șri Șuka spuse: König, für alle Lebewesen - śrī-śukaḥ uvāca nṛpa sarveṣām api bhūtānām
Sicherlich, lieber als alles andere, wie Reichtum, Kinder, etc. - eva vallabhaḥ itare vitta apatya ādyāḥ
Ist die eigene Seele, deren Natur Liebe ist - sva-ātmā tat vallabhatayā eva hitad 

rājendra yathā snehaḥ
 sva-svakātmani dehinām
na tathā mamatālambi-
 putra-vitta-gṛhādiṣu 51

Deswegen, König der Könige - yathā rāja-indra
Diese Zuneigung der Verkörperten gehört der eigenen Seele - tat snehaḥ dehinām sva-svaka ātmani
Und somit nicht der Besitztümer die abhängig machen - tathā na mamatā-ālambi
Wie Kinder, Reichtum, Zuhause, etc. - putra vitta gṛha ādiṣu

dehātma-vādināṁ puṁsām
 api rājanya-sattama
yathā dehaḥ priyatamas
 tathā na hy anu ye ca tam 52

Und so für diejenige die verkünden, die Seele sei der Körper - yathā puṁsām vādinām deha-ātma
o, höchster aller Könige, ist der Körper der Liebste- rājanya-sat-tama dehaḥ priya-tamaḥ
und nicht was mit ihm verwandt ist - tathā na hi anu ye ca tam apideho

 'pi mamatā-bhāk cet
 tarhy asau nātma-vat priyaḥ
yaj jīryaty api dehe 'smin
 jīvitāśā balīyasī 53

Aber, wenn es Besitztum für den Körper gibt (und keine Identifikation) - api cet mamatā dehaḥ
Dann wird er nicht so lieb wie die Seele  - tarhi asau na bhāk ātma-vat priyaḥ
Obwohl der Wunsch in Körper zu leben sehr stark ist - api jīvita-āśā dehe balīyasī
Trotz seiner Alterung - yat asmin jīryati

tasmāt priyatamaḥ svātmā
 sarveṣām api dehinām
tad-artham eva sakalaṁ
 jagad etac carācaram 54

Deswegen haben alle, ihr eigene Seele lieb - tasmāt sarveṣām priya-tamaḥ sva-ātmā
Obwohl in der Tat alle Universen für den Genuss - api eva sakalam jagat tat-artham
Dieser bewegende und nicht bewegende Lebewesen geschaffen sind - etat dehinām cara-acaram

kṛṣṇam enam avehi tvam
 ātmānam akhilātmanām
jagad-dhitāya so 'py atra
 dehīvābhāti māyayā 55

Wisse, dass Krișna diese Seele aller Seelen ist. - tvam avehi kṛṣṇam enam ātmānam akhila-ātmanām
Für den Nutzen des Universums erscheint Er durch Seine illusorische Energie - hitāya jagat saḥ ābhāti atra māyayā
Sicherlich als hätte er einen (materiellen) Körper - api iva dehī

Krișna die Essenz und die Quelle aller existierenden Objekte

vastuto jānatām atra
 kṛṣṇaṁ sthāsnu cariṣṇu ca
bhagavad-rūpam akhilaṁ
 nānyad vastv iha kiñcana 56

(Șri Șuka sagt weiter)
Wisse, dass in dieser Welt, die Essenz aller Objekten Krișna ist - jānatām atra vastutaḥ kṛṣṇam
Alle bewegenden und nicht bewegenden Wesen sind Formen des Transzendentalen Herrn - akhilam sthāsnu cariṣṇu ca bhagavat-rūpam
Da gibt es keine andere Substanz - iha na anyat kiñcana vastu

sarveṣām api vastūnāṁ
 bhāvārtho bhavati sthitaḥ
tasyāpi bhagavān kṛṣṇaḥ
 kim atad vastu rūpyatām 57

In der Tat die Existenz aller Objekten - api arthaḥ bhāva sarveṣām vastūnām
Gründen in dem Transzendentalen Herrn Krișna - bhavati sthitaḥ tasya api bhagavān kṛṣṇaḥ
Wie anders könnten die Objekten eine Form annehmen? - kim atat rūpyatām vastu
Wie die Affen u. s. w. - markaṭa ādibhiḥ

Tika:
Hier ging es um das Spiel "Brücken zu bauen" und "Über Gewässer springen"
welche eine Nachahmung der Spielen aus dem Epos Ramayana waren, wodurch die Armee
der menschlichen Affen, die Ramacandra unterstützt haben, über dem Ozean
nach Lanka überzusetzten, um Ravan anzugreifen und Sita zu retten.

Das Erreichen des Höchsten Bestimmungsorts
Die Wirkung des Hören und Chanten der Spiele des Transzendentalen Herrn 

samāśritā ye pada-pallava-plavaṁ
 mahat-padaṁ puṇya-yaśo murāreḥ
bhavāmbudhir vatsa-padaṁ paraṁ padaṁ
 padaṁ padaṁ yad vipadāṁ na teṣām 58

Für diejenige deren Zuflucht das große Boot- ye samāśritāḥ mahat plavam
Das die Statte der Frommen ist, - padam puṇya
Welche die Füße wie Knospen - pada pallava
Des berühmten Feind Muras (Șri Krișna) sind, - yaśaḥ murāreḥ
Ist der Ozean des materiellen Daseins wie der Fußabdruck eines Kalbes - ambudhiḥ bhava vatsa-padam
Über den sie treten und erreichen die Höchste Stätte - yat padam padam param padam
Nicht die des Elends - na teṣām vipadām

etat te sarvam ākhyātaṁ
 yat pṛṣṭo 'ham iha tvayā
tat kaumāre hari-kṛtaṁ
 paugaṇḍe parikīrtitam 59

So wie du mich gefragt hast, habe ich dir dies alles erzählt: - yat pṛṣṭaḥ aham te ākhyātam tvayā sarvam etat
Die Tätigkeiten des Transzendentalen Herrn - hari-kṛtam
Als er fünf Jahre alt war, die aber zu seinem Alter von sechs Jahre erzählt wurden - tat kaumāre parikīrtitam paugaṇḍe 

etat suhṛdbhiś caritaṁ murārer
 aghārdanaṁ śādvala-jemanaṁ ca
vyaktetarad rūpam ajorv-abhiṣṭavaṁ
 śṛṇvan gṛṇann eti naro 'khilārthān 60

Jene Personen die diese Tätigkeiten des Feindes Muras (Krișna)- naraḥ etat caritam murāreḥ
mit Seinen lieben Freunden bzgl. - suhṛdbhiḥ
die Zerstörung des Asuras Agha, - agha-ardanam
das Essen auf die Wiese - jemanam śādvala
das Manifestieren der transzendentalen Formen - ca vyakta itarat rūpam
die vielen Lobpreisung Brahmaas - uru ahiṣṭavam aja
hören oder erzählen erreichen alle (gewünschte) Ziele - śṛṇvan gṛṇan eti akhila-arthān

evaṁ vihāraiḥ kaumāraiḥ
 kaumāraṁ jahatur vraje
nilāyanaiḥ setu-bandhair
 markaṭotplavanādibhiḥ 61

Auf diese Weise verbrachte Er die Spiele der Früh-Kindheit - evam kaumāram vihāraiḥ kaumāraiḥ
Voll zufrieden in Vraja - jahatuḥ vraje
(wie) in Versteckspiele, - nilāyanaiḥ
In Brücken bauen und springen (über Gewässer wie die von Hanuman geführten Affen) - setu-bandhaiḥ utplavana