Krishna rasik: schüchtern und glücklich

hrīmān ह्रीमान: schüchtern -

jñāte'smara-rahasye'nyaiḥ kriyamāṇe stave'thavā |
śālīnatvena saṅkocaṁ bhajan hrīmān udīryate ||2.1.141|

"Ein Mensch wird schüchtern genannt, der schüchtern ist, wenn er von anderen gelobt wird, oder wenn er denkt, dass andere von seinen geheimen Liebesangelegenheiten wissen, aus Bescheidenheit oder wegen seiner unergründlichen Natur."

yathā lalita-mādhave (9.40) -
darodañcad-gopī-stana-parisara-prekṣaṇa-bhayāt
karotkampādīṣac calati kila govardhana-girau |
bhayārtair ārabdha-stutir akhila-gopaiḥ smita-mukhaṁ
puro dṛṣṭvā rāmaṁ jayati namitāsyo madhuripuḥ ||2.1.142||

Ein Beispiel aus Lalita-Mādhava [9.40]:
"Alle Ehre dem Feind Madhus, der den Berg Govardhan leicht erzittern ließ,
als Er auf die Weite der erhobenen Brüste der Gopīs blickte, und somit
Sein Haupt in schüchtern hängen ließ, als Er Balarāma lächelnd vor sich sah,
während Er von den furchtsamen Kuhhirten gepriesen wurde."

sukhī सुखी: glücklich -

bhoktā ca duḥkha-gandhair apy aspṛṣṭaś ca sukhī bhavet ||2.1.145||

"Derjenige, der ein Genießer ist und von keiner Spur von Kummer berührt wird,
wird ein glücklicher Mensch genannt."

tatra ādyo, yathā -
ratnālaṅkāra-bhāras tava dhana-damanor ājya-vṛttyāpy alabhyaḥ
svapne dambholi-pāṇer api duradhigamaṁ dvāri tauryatrikaṁ ca |
pārśve gaurī-gariṣṭhāḥ pracura-śaśi-kalāḥ kānta-sarvāṅga-bhājaḥ
sīmantinyaś ca nityaṁ yaduvara bhuvane kas tvad-anyo'sti bhogī ||2.1.146||

Der Genießer wird zuerst dargestellt:

"O Bester der Yadus, die Menge Deines juwelenbesetzten Schmucks kann sich Kuvera, der Herr des Reichtums, nicht vorstellen.
Das Singen und Tanzen, das an Deiner Tür stattfindet, kann sich Indra nicht vorstellen, nicht einmal in seinen Träumen.
An Deiner Seite sind ständig schöne Frauen, die sich an Deinen attraktiven Gliedern erfreuen, die mit den Spitzen Deiner mondähnlichen Fingernägel geschmückt sind und die somit der Frau von Śiva überlegen sind.
Auf der Welt gibt es keinen Genießer wie Dich."

na hāniṁ na mlāniṁ nija-gṛha-kṛtya-vyasanitāṁ
na ghoraṁ nodghūrṇāṁ na kila kadanaṁ vetti kim api |
varāṅgībhiḥ sāṅgīkṛta-suhṛd-anaṅgābhir abhito
harir vṛndāraṇye param aniśam uccair viharati ||2.1.147||

"O Ehefrauen der Brāhmaṇas! Nicht einmal eine Spur von Kummer kann Kṛṣṇa berühren, denn in Ihm gibt es keine Zerstörung, keine Verminderung, kein Leiden in häuslichen Angelegenheiten, keine Ursache von Angst und keine Sorge.
Er kennt kein einziges der Leiden dieser Welt.
Er ist ewig damit beschäftigt, sich in Vṛndāvana mit schönen Frauen zu vergnügen,
die vollkommen sind, die besten Freunde sind
und die höchste Liebe besitzen."